Termin
Donnerstag 18. Juni 2026
Freitag 19. Juni 2026
Freitag 19. Juni 2026
Hinweise
19:00 Konzerteinführung
Konzert ohne Pause
Konzert ohne Pause
Sopran
Lidia Fridman
Mezzosopran
Bettina Ranch
Tenor
Alejandro del Angel
Bass
Roberto Scandiuzzi
Opernchor des Aalto-Theaters, Philharmonischer Chor Essen
Choreinstudierung
Bernhard Schneider, Patrick Jaskolka
Essener Philharmoniker
Dirigent
Andrea Sanguineti
Giuseppe Verdi
"Messa da Requiem"
Beschreibung
Keine übliche Kirchenmesse: 1874 schrieb Giuseppe Verdi seine Messa da Requiem, nicht für die Kirche, sondern für den Konzertsaal. Äußerst dramatische Qualität und Ästhetik, die dem besonderen, unverkennbaren Schreibstil des genialen Opernkomponisten zu verdanken sind, treten im berühmten Requiem in den Vordergrund. Befreit vom liturgischen Kontext stellt dieses durchaus menschliche Requiem die religiösen Inhalte der Messe - die existenzielle Angst vor dem Tod, die Hoffnung auf die göttliche Erlösung, aber auch die Höllenstrafe und den Weltschmerz - auf theatralem Weg dar. Vom flüsternden Beginn des Requiems bis zum "Libera me" oder bis zu den erschütternden, furchterregenden "Dies irae", "Rex tremendae" oder "Tuba mirum" - der Operntonfall und -gestus dieser Messe macht sie zu einem der wichtigsten Meisterwerke der Chorliteratur.
Weitere Informationen
Die einzige Messe Verdis entstand im Andenken an den Tod Alessandro Manzonis und wurde unter besonderen Umständen ins Leben gerufen. Dabei griff Verdi auf alte Pläne zurück, nämlich eine 1868 geplante Gemeinschaftskomposition anlässlich des Todes von Gioacchino Rossini: Jeder der 13 beteiligten Komponisten sollte einen Teil des Requiem-Textes vertonen und somit sollte eine gemeinsame Messe für den Schwan von Pesaro entstehen und in der Kirche von San Petronio in Bologna uraufgeführt werden. Vor diesem Rossini-Projekt hatte Verdi seit 30 Jahren keine geistliche Musik mehr geschrieben, nun steuerte er den Schluss, „Libera me“, bei.
Bereits während der Entstehung äußerte Verdi Zweifel bzw. stand der mangelnden musikalischen Einheit eines solchen Patchwork-Projekts skeptisch gegenüber, empfand es trotzdem als seine moralische Pflicht, das Ganze zu Ehren Rossinis vorwärts zu bringen. Das Projekt scheiterte aus administrativen Gründen und weil niemand sonst so engagiert war wie Verdi, der mit einer großen Enttäuschung und der Partitur von „Libera me“ zurückblieb. Der Tod Manzonis im Jahr 1873 schien Verdi ein guter Anlass zu sein, eine Hommage an den großen Dichter zu kreieren und seinem „Libera me“ neues Leben einzuhauchen. So wurde aus der „Messa per Rossini“ die „Messa per Manzoni“ geboren.
Vor allem setzte Verdi den Menschen in den Fokus und dessen persönliche Auseinandersetzung mit dem Tod – die existenzielle Angst vor dem endgültigen Abschied, die Hoffnung auf die göttliche Erlösung, aber auch die Höllenstrafe und den Weltschmerz. Indem Verdi den Schwerpunkt auf die Bitten um die persönliche Erlösung legte, verlagerte er den Fokus von den Toten auf die Lebenden, die, während sie für die Toten beten, um ihr eigenes Schicksal fürchten.
Seit seiner Genese löste sich das Requiem vom liturgischen Kontext heraus; Die Uraufführung am 22. Mai 1874 unter Verdis Leitung hinterließ einen so großen Eindruck, dass drei Aufführungen – ebenfalls unter Verdis Leitung – an der Scala, anschließend an der Opéra-Comique in Paris, in der Royal Albert Hall in London und an der Wiener Hofoper folgten.
Bereits während der Entstehung äußerte Verdi Zweifel bzw. stand der mangelnden musikalischen Einheit eines solchen Patchwork-Projekts skeptisch gegenüber, empfand es trotzdem als seine moralische Pflicht, das Ganze zu Ehren Rossinis vorwärts zu bringen. Das Projekt scheiterte aus administrativen Gründen und weil niemand sonst so engagiert war wie Verdi, der mit einer großen Enttäuschung und der Partitur von „Libera me“ zurückblieb. Der Tod Manzonis im Jahr 1873 schien Verdi ein guter Anlass zu sein, eine Hommage an den großen Dichter zu kreieren und seinem „Libera me“ neues Leben einzuhauchen. So wurde aus der „Messa per Rossini“ die „Messa per Manzoni“ geboren.
Vor allem setzte Verdi den Menschen in den Fokus und dessen persönliche Auseinandersetzung mit dem Tod – die existenzielle Angst vor dem endgültigen Abschied, die Hoffnung auf die göttliche Erlösung, aber auch die Höllenstrafe und den Weltschmerz. Indem Verdi den Schwerpunkt auf die Bitten um die persönliche Erlösung legte, verlagerte er den Fokus von den Toten auf die Lebenden, die, während sie für die Toten beten, um ihr eigenes Schicksal fürchten.
Seit seiner Genese löste sich das Requiem vom liturgischen Kontext heraus; Die Uraufführung am 22. Mai 1874 unter Verdis Leitung hinterließ einen so großen Eindruck, dass drei Aufführungen – ebenfalls unter Verdis Leitung – an der Scala, anschließend an der Opéra-Comique in Paris, in der Royal Albert Hall in London und an der Wiener Hofoper folgten.
Termine und Tickets
Essener Philharmoniker
Essener Philharmoniker