Premiere
30. April 2027
Beschreibung
Was macht eine Frau zur Hexe*? Ist es Wissen ohne Erlaubnis? Ein Körper, der sich nicht entschuldigt? Ein Leben außerhalb der vorgesehenen Ordnung?
Diese Arbeit folgt Frauen*, die zu gefährlich wurden, um gehört zu werden. Figuren, deren Autonomie als Bedrohung markiert, deren Wissen dämonisiert, deren Begehren kontrolliert wurde. Sie fragt nach den Mythen, die bis heute bestimmen, wessen Körper als riskant gilt – und warum. Ein Höhepunkt ist die Walpurgisnacht. Eine Nacht des Übergangs. Ursprünglich ein Fest des Frühlings, der Erneuerung und der Fruchtbarkeit, wurde die Walpurgisnacht in späteren Erzählungen zum Ort des Verbotenen erklärt: zur angeblichen Versammlung von Hexen, zum Symbol für Kontrollverlust und weibliche Macht.
In dieser Arbeit ist die Walpurgisnacht ein Ort, an dem Ordnungen instabil werden und andere Regeln möglich erscheinen. Maskeraden spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie dienen nicht dem Verbergen, sondern dem Verschieben.
Sie erlauben den Wechsel zwischen Zeiten, Stimmen und Identitäten. Zwischen dem, was ausgelöscht wurde, und dem, was zurückkehrt: verdrängtes Wissen, gespeicherte Wut, widerständige Körper.
Zwischen literarischen Echo-Räumen, popkulturellen Splittern und spirituellen Figuren werden misogyn geprägte Erzählungen sichtbar gemacht und umgeschrieben, Zuschreibungen werden aufgelöst und Machtverhältnisse verschoben. Was bleibt, sind Stimmen, die sich nicht mehr zähmen lassen und eine Frage: Wer hat eigentlich beschlossen, wovor wir uns zu fürchten haben?
Miriam Ibrahim ist Regisseurin, Kuratorin und Dramaturgin. Sie besuchte die Stage School in Hamburg, studierte Afrikanistik und Äthiopistik sowie Theaterwissenschaft und Sozial- und Kulturanthropologie und war am Stella Adler Studio in NYC. Ihre Inszenierungen führten sie u. a. an das Residenztheater München und an das Schauspiel Bern.
Diese Arbeit folgt Frauen*, die zu gefährlich wurden, um gehört zu werden. Figuren, deren Autonomie als Bedrohung markiert, deren Wissen dämonisiert, deren Begehren kontrolliert wurde. Sie fragt nach den Mythen, die bis heute bestimmen, wessen Körper als riskant gilt – und warum. Ein Höhepunkt ist die Walpurgisnacht. Eine Nacht des Übergangs. Ursprünglich ein Fest des Frühlings, der Erneuerung und der Fruchtbarkeit, wurde die Walpurgisnacht in späteren Erzählungen zum Ort des Verbotenen erklärt: zur angeblichen Versammlung von Hexen, zum Symbol für Kontrollverlust und weibliche Macht.
In dieser Arbeit ist die Walpurgisnacht ein Ort, an dem Ordnungen instabil werden und andere Regeln möglich erscheinen. Maskeraden spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie dienen nicht dem Verbergen, sondern dem Verschieben.
Sie erlauben den Wechsel zwischen Zeiten, Stimmen und Identitäten. Zwischen dem, was ausgelöscht wurde, und dem, was zurückkehrt: verdrängtes Wissen, gespeicherte Wut, widerständige Körper.
Zwischen literarischen Echo-Räumen, popkulturellen Splittern und spirituellen Figuren werden misogyn geprägte Erzählungen sichtbar gemacht und umgeschrieben, Zuschreibungen werden aufgelöst und Machtverhältnisse verschoben. Was bleibt, sind Stimmen, die sich nicht mehr zähmen lassen und eine Frage: Wer hat eigentlich beschlossen, wovor wir uns zu fürchten haben?
Miriam Ibrahim ist Regisseurin, Kuratorin und Dramaturgin. Sie besuchte die Stage School in Hamburg, studierte Afrikanistik und Äthiopistik sowie Theaterwissenschaft und Sozial- und Kulturanthropologie und war am Stella Adler Studio in NYC. Ihre Inszenierungen führten sie u. a. an das Residenztheater München und an das Schauspiel Bern.
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