Philharmonie Essen
Beethoven-Jubiläum 2027
„Zusammengeraffter, energischer, inniger“ als Ludwig van Beethoven „habe ich noch keinen Künstler gesehen“, schrieb einst Johann Wolfgang Goethe. Treffsicher charakterisierte der Dichterfürst mit diesen Worten das Wesen des großen Komponisten. Sie lassen sich aber auch als Beschreibung von Beethovens Musik begreifen. Ihre Klänge verhandeln Menschheitsfragen. Sie künden von der Sehnsucht nach Liebe und Gemeinschaft, von der Verantwortung des Einzelnen für diese Gemeinschaft, vom Streben nach Freiheit und Freigeistigkeit. Kein Wunder, dass Beethoven als republikanisch gesinnter Citoyen sein Schaffen für den Tonfall, den Rhythmus und die Melodik der Musik der Französischen Revolution öffnete. Sanftmut und Radikalität fließen in seinem Werk zusammen. Am 26. März 2027 jährt sich sein Todestag zum 200. Mal. Ihm, dessen Talent schon Goethe so sehr „in Erstaunen“ setzte, widmet die Philharmonie Essen in dieser Saison einen reichen Programmschwerpunkt.
Konzerte
In 21 Konzerten und Gesprächen finden Beethoven- Begegnungen mit namhaften Interpret*innen statt. Natürlich ist Igor Levit („Citizen, European, Pianist“) unter ihnen und erkundet einmal mehr das Sonatenwerk. Das jugendfrische Genie des 14-jährigen Komponisten stellt Daniil Trifonov mit dem verblüffenden „nullten“ Klavierkonzert vor. Die kühne Geigerin Patricia Kopatchinskaja zeichnet von Beethovens „Prometheus“ ein Kaleidoskop der Rebellion. Julian Prégardien sucht die ferne Geliebte. Pianistenpoet Fazıl Say wandelt mit dem Jubilar im Grenzgebiet der Kulturen. Exzellenzensembles präsentieren kammermusikalische Perlen, große Orchester mitunter originalklangkundig das sinfonische Werk. Dazwischen Brückenschläge zwischen Beethoven, Beats und Comedy. Außerdem Lang Lang mit dem „Kaiserkonzert“, gemeinsam mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitung von Andris Nelsons. Und viele und noch Vieles mehr!
„Zusammengeraffter, energischer, inniger habe ich noch keinen Künstler gesehen.“Johann Wolfgang von Goethe