Aalto Musiktheater — Spielzeit 2026/2027
Liebes Publikum,
was brauchen wir als Individuen, um uns zwischen Tradition und Moderne, zwischen eigener und fremder Kultur nicht selbst zu verlieren? Und was sind wir bereit dafür zu geben? In der Spielzeit 2026/2027 loten wir im Musiktheater auf vielfältige Weise die Frage danach aus, wie wir (miteinander) leben wollen. Hierbei geht es in der Oper natürlich auch um die ganz großen Gefühle, um Liebe und Tod.
In Erich Wolfgang Korngolds „Wunder der Heliane“, einem überbordenden Orchesterklangrausch, der wagner- und straussaffine Hörer*innen begeistert, liegen Wunder und Wahn nahe, wenn die Liebe eine Gesellschaft untergräbt, in der Lust und Freude verboten sind. Unter der musikalischen Leitung von GMD Andrea Sanguineti erschafft die mehrfach ausgezeichnete Regisseurin Elisabeth Stöppler eine Welt, in der die Gegensätze aufeinanderprallen und dadurch umso mehr Kraft entwickeln.
Ein (musikalischer) Gegenentwurf zu diesem fast mystisch anmutenden Stück sind die veristischen Kurzopern „Cavalleria rusticana“ und „I Pagliacci“ von Pietro Mascagni und Ruggero Leoncavallo, in denen es ebenfalls darum geht, wie Emotionen und Konventionen Individuen und die sie umgebende Gesellschaft zerstören – und uns als Zuschauende sehr nahekommen können. Mit Manuel Schmitt kommt ein junger Regisseur zurück an das Aalto Theater, wo er als Jugendlicher die ihn prägende Liebe zur Oper entdecken durfte – die ihn heute beruflich u. a. an die Oper Frankfurt, die Opernfestspiele der Bayerischen Staatsoper und das Badische Staatstheater Karlsruhe bringt.
In Erich Wolfgang Korngolds „Wunder der Heliane“, einem überbordenden Orchesterklangrausch, der wagner- und straussaffine Hörer*innen begeistert, liegen Wunder und Wahn nahe, wenn die Liebe eine Gesellschaft untergräbt, in der Lust und Freude verboten sind. Unter der musikalischen Leitung von GMD Andrea Sanguineti erschafft die mehrfach ausgezeichnete Regisseurin Elisabeth Stöppler eine Welt, in der die Gegensätze aufeinanderprallen und dadurch umso mehr Kraft entwickeln.
Ein (musikalischer) Gegenentwurf zu diesem fast mystisch anmutenden Stück sind die veristischen Kurzopern „Cavalleria rusticana“ und „I Pagliacci“ von Pietro Mascagni und Ruggero Leoncavallo, in denen es ebenfalls darum geht, wie Emotionen und Konventionen Individuen und die sie umgebende Gesellschaft zerstören – und uns als Zuschauende sehr nahekommen können. Mit Manuel Schmitt kommt ein junger Regisseur zurück an das Aalto Theater, wo er als Jugendlicher die ihn prägende Liebe zur Oper entdecken durfte – die ihn heute beruflich u. a. an die Oper Frankfurt, die Opernfestspiele der Bayerischen Staatsoper und das Badische Staatstheater Karlsruhe bringt.
„Was brauchen wir als Individuen, um uns zwischen Tradition und Moderne, zwischen eigener und fremder Kultur nicht selbst zu verlieren?“
Mit großem Augenzwinkern wechseln in Cole Porters kurzweiligem Musical „Anything Goes“ emotionale Zustände, Versteckspiele und Verkleidungen, wobei uns die zeitlosen Klassiker des Broadway-Komponisten als Ohrwürmer über den Abend hinaus begleiten – Hits wie das titelgebende „Anything goes“ oder „I get a kick out of you!“.
Im Februar 2027 freuen wir uns auf die vom NRW KULTURsekretariat geförderte Uraufführung von „Day of Night“ der finnischen Komponistin Outi Tarkiainen, eine Kooperation mit der Finnischen Nationaloper Helsinki. Im Mittelpunkt der Handlung steht die Künstlerin Áile, die international gefeiert wird, sich als Angehörige des einzigen europäischen indigenen Volkes, der Sámi, aber unversehens mit den Traditionen ihrer Vorfahren konfrontiert sieht. Wo steht sie selbst und wie will sie in Zukunft leben? Die Komponistin Tarkiainen hat die Protagonistin Áile gedoppelt, indem sie der Sopranistin eine Sámi-Joikerin zur Seite stellt und so auch die musikalische Sprache prägt. Tarkiainen selbst sagt über ihre Arbeit: „,Der Norden‘ bedeutet mir sehr viel – sowohl als Mensch, als auch als Künstlerin. Ich wurde nördlich des Polarkreises geboren und lebe jetzt wieder in Finnisch Lappland, ,dem Norden‘. Die Weite der nördlichen Region, die großen Lichtveränderungen durch die Jahreszeiten und die Stille der Wildnis sind wichtige Elemente für meine Arbeit als Komponistin und spiegeln sich in meiner Musik wider, die farbenreich und architektonisch ist und nach einer urtümlichen Kraft strebt.“
Mit dieser Oper werden wir zudem die vierte Ausgabe des Komponistinnenfestivals her:voice begehen, die unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW Ina Brandes steht. In den vergangenen Spielzeiten durften wir uns großer internationaler Resonanz erfreuen, um so bedeutsamer ist es für uns, dieses Format mit ausgesuchten Künstler*innen und Redner*innen fortzusetzen, in Kooperation mit dem Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und gefördert von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung. Inhaltlich wird ein weiter Bogen vom Barockprogramm im Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker hin zur Uraufführung geschlagen.
Im Februar 2027 freuen wir uns auf die vom NRW KULTURsekretariat geförderte Uraufführung von „Day of Night“ der finnischen Komponistin Outi Tarkiainen, eine Kooperation mit der Finnischen Nationaloper Helsinki. Im Mittelpunkt der Handlung steht die Künstlerin Áile, die international gefeiert wird, sich als Angehörige des einzigen europäischen indigenen Volkes, der Sámi, aber unversehens mit den Traditionen ihrer Vorfahren konfrontiert sieht. Wo steht sie selbst und wie will sie in Zukunft leben? Die Komponistin Tarkiainen hat die Protagonistin Áile gedoppelt, indem sie der Sopranistin eine Sámi-Joikerin zur Seite stellt und so auch die musikalische Sprache prägt. Tarkiainen selbst sagt über ihre Arbeit: „,Der Norden‘ bedeutet mir sehr viel – sowohl als Mensch, als auch als Künstlerin. Ich wurde nördlich des Polarkreises geboren und lebe jetzt wieder in Finnisch Lappland, ,dem Norden‘. Die Weite der nördlichen Region, die großen Lichtveränderungen durch die Jahreszeiten und die Stille der Wildnis sind wichtige Elemente für meine Arbeit als Komponistin und spiegeln sich in meiner Musik wider, die farbenreich und architektonisch ist und nach einer urtümlichen Kraft strebt.“
Mit dieser Oper werden wir zudem die vierte Ausgabe des Komponistinnenfestivals her:voice begehen, die unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW Ina Brandes steht. In den vergangenen Spielzeiten durften wir uns großer internationaler Resonanz erfreuen, um so bedeutsamer ist es für uns, dieses Format mit ausgesuchten Künstler*innen und Redner*innen fortzusetzen, in Kooperation mit dem Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und gefördert von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung. Inhaltlich wird ein weiter Bogen vom Barockprogramm im Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker hin zur Uraufführung geschlagen.
„In der Spielzeit 2026/2027 loten wir im Musiktheater auf
vielfältige Weise die Frage danach aus, wie wir (miteinan
der) leben wollen.“
Welche Rolle spielen die internationale Politik und Wirtschaft in unserem individuellen Leben? Eine ziemlich große, zumindest nach Albert Lortzings „Zar und Zimmermann“. Dieser Klassiker des deutschsprachigen Repertoires steht zwischen Spionagethriller, Politsatire und Liebesverwirrung, umgesetzt wird er vom im Ruhr gebiet bestens bekannten Regisseur Michael Schulz.
Zum Saisonabschluss widmen wir uns in besonderer Weise unserer Heimat: Für 1927 hatte die Stadt Essen Bertold Brecht und Kurt Weill einen Kompositionsauftrag für ein Stück über das Ruhrgebiet erteilt – und später wieder zurückgezogen. Die beiden Künstler hatten sich jedoch mit dem Thema bereits auseinandergesetzt, was heute ein spannendes Zeugnis darstellt. Noch interessanter wird es, wenn zusätzlich die aktuelle Perspektive berücksichtigt wird, was für uns der Komponist Gordon Kampe (u. a. „Dogville“) und der Regisseur Georg Rootering in einer humorvollen Revue (Musik: Weill/Kampe) unternehmen.
Wir wünschen Ihnen eine inspirierende, abwechslungsreiche Saison!
Zum Saisonabschluss widmen wir uns in besonderer Weise unserer Heimat: Für 1927 hatte die Stadt Essen Bertold Brecht und Kurt Weill einen Kompositionsauftrag für ein Stück über das Ruhrgebiet erteilt – und später wieder zurückgezogen. Die beiden Künstler hatten sich jedoch mit dem Thema bereits auseinandergesetzt, was heute ein spannendes Zeugnis darstellt. Noch interessanter wird es, wenn zusätzlich die aktuelle Perspektive berücksichtigt wird, was für uns der Komponist Gordon Kampe (u. a. „Dogville“) und der Regisseur Georg Rootering in einer humorvollen Revue (Musik: Weill/Kampe) unternehmen.
Wir wünschen Ihnen eine inspirierende, abwechslungsreiche Saison!