Aalto Ballett Essen — Spielzeit 2026/2027

Liebes Publikum,

zunächst möchten wir Ihnen danken, dass Sie uns durch die ersten beiden Jahre unserer Intendanz begleitet und die Treue erwiesen haben. Mehr noch, Ihre Begeisterung und Freude am Tanz und dem Aalto Ballett Essen beflügelt uns Tag für Tag in unserer Arbeit. Wir sind froh und glücklich, dass Sie die neuen Wege, die wir zusammen mit den Tänzer*innen der Aalto-Compagnie beschreiten, mit solch großer Offenheit und Neugierde begleiten.

Auch in unserer dritten Spielzeit haben wir ein facettenreiches Programm für Sie zusammengestellt. Als erste Premiere der Saison präsentieren wir ab Anfang November mit „Der Nussknacker – Eine Weihnachtsgeschichte“ ein Stück, das uns mit Theaterzauber und Magie durch die dunkle Jahreszeit trägt und das darüber hinaus den perfekten Anlass zum weihnachtlichen Besuch mit der Familie im Aalto-Theater bildet. In der überaus erfolgreichen Choreografie des Ungarn Youri Vámos können Sie zu den märchenhaften Klängen von Pjotr I. Tschaikowsky in die Geschichte von Charles Dickens über den grummeligen Ebenezer Scrooge eintauchen, die in diesem Ballett mit E.T.A. Hoffmanns berühmtem „Nussknacker“ kombiniert wird.

Eine gänzlich andere Facette des Tanzes präsentieren wir Ihnen mit dem Tripleabend „Perspectives“, der im Frühjahr am Aalto Ballett zu erleben sein wird. Hier werden zwei Stücke israelischer Choreograf*innen – einer der aktuell gefragtesten Künstler*innen weltweit, Sharon Eyal, und dem Newcomer Shahar Binyamini – mit einer Neukreation von Armen Hakobyan vereint. Eyals „Jakie“ ist ein soghaftes Tanzstück auf die Klänge elektronischer Clubmusik, Binyamini setzt bei seiner nicht weniger mitreißenden Choreografie auf Ravels weltberühmten „Boléro“. Nach seinem erfolgreichen, ersten abendfüllenden Ballett, dem „Glöckner von Notre-Dame“, präsentiert Hakobyan mit „Bodies in View“ eine neue Seite seiner Arbeit, in der er menschliche Identitäten erforscht. Die drei Stücke von „Perspectives“ offenbaren unterschiedlichste Stile und Herangehensweisen des zeitgenössischen Tanzes und vereinbaren klassisches Bewegungsrepertoire mit ausdrucksstarker, neuer Tanzsprache.

Als Wiederaufnahmen sind Ben Van Cauwenberghs Dauerbrenner „Tanzhommage an Queen“ sowie seine herrliche Choreografie zu Tschaikowskys Handlungsballett „Schwanensee“ zu erleben. Ebenso steht Armen Hakobyans „Der Glöckner von Notre-Dame“ wieder auf dem Programm und begeistert nicht zuletzt mit einem Bühnenbild, das einen hinwegträumen lässt in die wohl berühmteste Kirche von Paris. Für die Liebhaber*innen des zeitgenössischen Tanzes haben wir den dreiteiligen Tanzabend „Relations“, der in der vergangenen Spielzeit Premiere gefeiert hat, mit auf dem Programm. Das Triptychon enthält zwei Stücke der Tanz-Legende Jiří Kylián und kombiniert diese mit einer Arbeit des Kylián-Schülers und Choreografen Johan Inger, dessen „Carmen“ in den letzten beiden Spielzeiten hier in Essen zu erleben war.

Eine weitere Säule der programmatischen Ausrichtung unserer Intendanz sind die Bereiche „Vermittlung und Inklusion“. Auch in dieser Spielzeit bieten wir die Argentinische Nacht, einen Milonga-Abend zum Mittanzen, die Reihe „Blaue Stunde“ und „Open Classes“ für Ballett-Einsteiger*innen an. Neu dazu kommt die „Master Class“ unter der Leitung von Armen Hakobyan, die sich an fortgeschrittene Tänzer*innen und Profis richtet. Weitere Einblicke in unsere Arbeit und die bevorstehenden Premieren bieten Soireen und Matineen sowie öffentliche Probenbesuche.

Den Tanz und das Aalto Ballett für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen, bleibt uns ein wichtiges Anliegen. So wird die Audiodeskription für Menschen mit Sehbeeinträchtigung fortgeführt: Nach einem erfolgreichen Start in der letzten Spielzeit im Rahmen des Balletts „Carmen“ bieten wir in dieser Saison den „Glöckner von Notre-Dame“ an – inklusive Tastführung, Spezialeinführung und Audiodeskription während der Vorstellung. Menschen mit körperlicher Einschränkung wirken zudem tänzerisch mit beim Konzert für Menschen mit Behinderung. Hier werden Rollstuhlfahrer*innen gemeinsam mit Tänzer*innen unserer Compagnie unter Anleitung von Armen Hakobyan eine Choreografie präsentieren. Des Weiteren wird unser wunderschönes Theater Ausrichtungsort für eine Veranstaltung der urbanen Tanzkultur: Erstmalig findet das Urban Dance Battle, bei dem Hip-Hop-Tänzer*innen aus ganz Deutschland und darüber hinaus gegeneinander antreten, im Aalto-Theater statt. Streetdance trifft Spitzentanz – seien Sie dabei, wenn Spitzensportler*innen aus verschiedenen Tanzdisziplinen im Rahmenprogramm des Wettkampfes aufeinandertreffen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Armen Hakobyan & Marek Tůma
Intendanten des Aalto Ballett Essen