Premiere
20. Februar 2027
Beschreibung
„O Gott, ich könnte lieben, warum nicht? Aber ein Mann –?“ Im einzigen sogenannten Lustspiel von Vormärz-Autor und Revolutionär Georg Büchner ist nichts so, wie es sein soll. Die Prinzenkinder aus den Königreichen Popo und Pipi sollen aus politischen Gründen heiraten. Doch beide lehnen die arrangierte Verbindung ab – obwohl sie sich noch nie begegnet sind. Führen Beziehungen zu Männern nicht zwangsläufig zu emotionaler Mehrarbeit, mentaler Belastung und Unzufriedenheit?, fragt sich Lena beinahe heterofatalistisch. Und kann man den eigenen Gefühlen überhaupt trauen – besonders, wenn sie so überwältigend sind wie bei Leonce? Oder ist jedes Begehren nur eine müde Kopie dessen, was andere einst „Liebe“ nannten? Auf der Flucht vor den hetero- monogamen Rollenbildern ihrer Eltern und geplagt von einer Leere, wie sie nur Privilegierte empfinden können, kreuzen sich die Wege von Leonce und Lena schließlich auf schicksalhafte Weise.
Regisseurin und Autorin Lena Reißner erzählt Büchners Parodie auf die romantische Liebe als unkonventionelles Dreierspiel mit drei Schauspieler*innen. Als Gesellschaftssatire und Roadtrip auf der Suche nach alternativen Lebens- und Liebesformen enthält Büchners modernstes Stück bereits viele Gedanken über das Wesen des Menschen im Kapitalismus. Welche Macht hat – trotz aller Rebellionsfantasien – die Idee der romantischen Zweierbeziehung? Und warum ordnen wir ihr unsere Freundschaften so oft unter? Lena Reißner wuchs in Frankreich, Deutschland und der Schweiz auf und studierte Szenisches Schreiben, Theaterwissenschaft und Theaterregie in Glasgow, Berlin und Hamburg. In ihren Inszenierungen beschäftigt sie sich mit popkulturellen Phänomenen ebenso wie mit Mythen, Märchen und der Frage, warum Menschen immer wieder dieselben Geschichten erzählen. Seit der Spielzeit 2025/2026 ist sie Hausregisseurin am Theater Freiburg. Ihre Arbeiten wurden u. a. zum Festival Radikal Jung eingeladen.
Regisseurin und Autorin Lena Reißner erzählt Büchners Parodie auf die romantische Liebe als unkonventionelles Dreierspiel mit drei Schauspieler*innen. Als Gesellschaftssatire und Roadtrip auf der Suche nach alternativen Lebens- und Liebesformen enthält Büchners modernstes Stück bereits viele Gedanken über das Wesen des Menschen im Kapitalismus. Welche Macht hat – trotz aller Rebellionsfantasien – die Idee der romantischen Zweierbeziehung? Und warum ordnen wir ihr unsere Freundschaften so oft unter? Lena Reißner wuchs in Frankreich, Deutschland und der Schweiz auf und studierte Szenisches Schreiben, Theaterwissenschaft und Theaterregie in Glasgow, Berlin und Hamburg. In ihren Inszenierungen beschäftigt sie sich mit popkulturellen Phänomenen ebenso wie mit Mythen, Märchen und der Frage, warum Menschen immer wieder dieselben Geschichten erzählen. Seit der Spielzeit 2025/2026 ist sie Hausregisseurin am Theater Freiburg. Ihre Arbeiten wurden u. a. zum Festival Radikal Jung eingeladen.
Team
Regie
Lena Reissner
Bühne und Kostüm
Lena Rickenstorf
Termine und Tickets
Schauspiel Essen