Komponistinnenfestival "her:voice"
Vortragsreihe her:voice
Über Komponistinnen in nordischen Ländern, Elfrida Andrée und „Die Fritjof-Saga“
Mit Yvonne Wasserloos, Lilli Mittner und Bettina Bartz
Beschreibung
Komponierende Frauen in nordischen Ländern
mit Yvonne Wasserloos
10:00 – 10:40 Uhr
Ein Blick auf das kompositorische Schaffen von Frauen, konkret in Dänemark und Norwegen, soll im Vergleich zu Schweden die unterschiedlichen Ausgangsvoraussetzungen und Zugänge zu musikalischer Bildung und weiteren Karrierewegen im 19. und 20. Jahrhundert aufzeigen. Exemplarisch rücken Komponistinnen der Jahrhundertwende in den Mittelpunkt wie Emma Hartmann, Nanna Liebmann und Agathe Backer Grøndahl. Inwiefern sich die Situation für skandinavische Komponistinnen in der jüngeren Vergangenheit wandelte, zeigt ein kursorischer Überblick.
Univ. Prof. Dr. Yvonne Wasserloos Mag. a Art. studierte Musikwissenschaft, Geschichte, Germanistik und Skandinavistik der Universität Münster. Nach ihrer Promotion in Musikwissenschaft ebendort, erfolgte 2014 die Habilitation an der Folkwang Universität der Künste Essen. Als Gastprofessorin war sie u. a. in Berlin, Kopenhagen, London und Leuven und ab 2017 als Professorin für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater Rostock tätig. Seit 2022 ist sie Universitätsprofessorin für Musikwissenschaft an der Universität Mozarteum Salzburg. 2023 gründete sie den Arbeitsschwerpunkt „Musik und Macht“ und 2026 das „Interdisziplinäre Institut für politische Musik und Macht“. 2025 wurde Wasserloos der „Internationale Hauptpreis für Forschung und Wissenschaft“ der Stadt Salzburg für ihre Publikationen und Engagement als „wichtige Stimme für Demokratie, Friedensförderung und kulturelle Verantwortung“ verliehen.
Univ. Prof. Dr. Yvonne Wasserloos Mag. a Art. studierte Musikwissenschaft, Geschichte, Germanistik und Skandinavistik der Universität Münster. Nach ihrer Promotion in Musikwissenschaft ebendort, erfolgte 2014 die Habilitation an der Folkwang Universität der Künste Essen. Als Gastprofessorin war sie u. a. in Berlin, Kopenhagen, London und Leuven und ab 2017 als Professorin für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater Rostock tätig. Seit 2022 ist sie Universitätsprofessorin für Musikwissenschaft an der Universität Mozarteum Salzburg. 2023 gründete sie den Arbeitsschwerpunkt „Musik und Macht“ und 2026 das „Interdisziplinäre Institut für politische Musik und Macht“. 2025 wurde Wasserloos der „Internationale Hauptpreis für Forschung und Wissenschaft“ der Stadt Salzburg für ihre Publikationen und Engagement als „wichtige Stimme für Demokratie, Friedensförderung und kulturelle Verantwortung“ verliehen.
Möglichkeitsräume künstlerischen Handelns von Elfrida Andrée
Mit Lilli Mittner
10:40 – 11:20 Uhr
Der Vortrag lenkt die Aufmerksamkeit auf Möglichkeitsräume für künstlerisches Handeln von Elfrida Andrée. Sie wirkte nicht nur als Musikerin und Komponistin sondern auch als Veranstalterin, Mentorin, Telegrafistin und Frauenrechtlerin. Ihr Schaffen forderte gesellschaftliche Normen heraus und eröffnete neue Wege kulturellen Handelns für Frauen im Europa des 19. Jahrhunderts.
Prof. Lilli Mittner geboren in Leipzig, studierte Musikwissenschaft sowie Medien- und Kommunikationswissenschaft in Göttingen, Hannover und Oslo. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Nord-Norwegen und arbeitet am Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung der Arktischen Universität Norwegens in Tromsø. Ihre Monographie „Möglichkeitsräume. Künstlerisches Handeln norwegischer Komponistinnen“ erschien 2014 im Wehrhahn Verlag. Seit 2015 forscht sie u. a. zur Geschlechterbalance an Universitäten und arbeitet mit Forschenden und Musiker*innen in künstlerisch-wissenschaftlichen Projekten zur Sichtbarmachung von Frauen in der europäischen Kulturgeschichte, darunter RESCAPE, dem EU-geförderte Projekt Voices of Women und ELNA (Equality Library for Nordic Art Music).
Prof. Lilli Mittner geboren in Leipzig, studierte Musikwissenschaft sowie Medien- und Kommunikationswissenschaft in Göttingen, Hannover und Oslo. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Nord-Norwegen und arbeitet am Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung der Arktischen Universität Norwegens in Tromsø. Ihre Monographie „Möglichkeitsräume. Künstlerisches Handeln norwegischer Komponistinnen“ erschien 2014 im Wehrhahn Verlag. Seit 2015 forscht sie u. a. zur Geschlechterbalance an Universitäten und arbeitet mit Forschenden und Musiker*innen in künstlerisch-wissenschaftlichen Projekten zur Sichtbarmachung von Frauen in der europäischen Kulturgeschichte, darunter RESCAPE, dem EU-geförderte Projekt Voices of Women und ELNA (Equality Library for Nordic Art Music).
Das „Weibliche“ der „Fritjof-Saga“
Mit Bettina Bartz
11:20 – 12:00 Uhr
Nicht nur dass, sondern wie um 1895 zwei Frauen eine Oper schreiben, ist ungewöhnlich. Wie gelingt es ihnen, die alte Wikinger-Saga so zu deuten, dass statt der Duelle starker Männer die ganz anderen Kämpfe der Frauen im Rampenlicht stehen und das Publikum selbst erkennen kann, dass nicht kriegerischer Sieg, sondern anhaltender Frieden erstrebenswert ist?
Bettina Bartz studierte an der Humboldt-Universität Diplom-Theaterwissenschaft. Sie arbeitet seit 1990 an europäischen Opernhäusern, an Stadttheatern und im Off-Theater-Bereich, z. B. für das inklusive Theater RambaZamba. Von 1998 bis 2000 war sie Chefdramaturgin des Brandenburger Theaters und von 2008 bis 2011 Chefdramaturgin der Oper Leipzig. Neben der Mitarbeit an Inszenierungen von Peter Konwitschny arbeitete sie mehrfach als Operndramaturgin mit Horst Kupich, Anselm Weber, Arila Siegert, Tatjana Rese und Tobias Kratzer, in den letzten Jahren auch mit Anika Rutkofsky, Seollyeon Lee und Ludivine Petit. Sie gibt Musikschulkurse und Hochschulseminare. Als Autorin verfasste sie, meistens gemeinsam mit Werner Hintze, mehrere Dutzend Librettonachdichtungen und Texte für Kinderkonzerte. 2014 erhielt sie den Kunstpreis Berlin der Akademie der Künste in der Sparte Darstellende Kunst.
Bettina Bartz studierte an der Humboldt-Universität Diplom-Theaterwissenschaft. Sie arbeitet seit 1990 an europäischen Opernhäusern, an Stadttheatern und im Off-Theater-Bereich, z. B. für das inklusive Theater RambaZamba. Von 1998 bis 2000 war sie Chefdramaturgin des Brandenburger Theaters und von 2008 bis 2011 Chefdramaturgin der Oper Leipzig. Neben der Mitarbeit an Inszenierungen von Peter Konwitschny arbeitete sie mehrfach als Operndramaturgin mit Horst Kupich, Anselm Weber, Arila Siegert, Tatjana Rese und Tobias Kratzer, in den letzten Jahren auch mit Anika Rutkofsky, Seollyeon Lee und Ludivine Petit. Sie gibt Musikschulkurse und Hochschulseminare. Als Autorin verfasste sie, meistens gemeinsam mit Werner Hintze, mehrere Dutzend Librettonachdichtungen und Texte für Kinderkonzerte. 2014 erhielt sie den Kunstpreis Berlin der Akademie der Künste in der Sparte Darstellende Kunst.
Termine und Tickets
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