Komponistinnenfestival "her:voice"
Keynote: „Pionierinnen! – Pionierinnen?”
Von Chancen und Schwierigkeiten, ‚Die Erste‘ zu sein
Mit: Melanie Unseld (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien)
Dauer
ca. 1 Stunde
Hinweise
Eintritt frei
Beschreibung
Es gehört zu den Standard-Formulierungen im Zusammenhang mit Musikerinnen: Sie war die erste Frau, die ein Sinfonieorchester dirigiert hat … Sie war die erste Opern-Komponistin, die erste irische, norwegische, dänische, spanische, die erste afroamerikanische Komponistin, die erste, die diesen Preis oder jene Auszeichnung gewann … Warum aber scheint es so attraktiv, Komponistinnen und Musikerinnen immer wieder zu Pionierinnen zu machen? Die Keynote geht auf die Suche nach solchen ‚Pionierinnen‘ und fragt, was es mit unserem Blick auf diese Komponistinnen macht, wenn sie für uns die Position der ‚Ersten‘ einnehmen.
Melanie Unseld, geb. in Karlsruhe, studierte Historische Musikwissenschaft, Germanistik, Philosophie und Angewandte Kulturwissenschaft in Karlsruhe und Hamburg. Promotion ebenda (1999, publiziert: „Man töte dieses Weib!“ Tod und Weiblichkeit in der Musik der Jahrhundertwende, Stuttgart/Weimar 2001). 2002–2004 war sie Stipendiatin des Lise Meitner-Hochschulsonderprogramms, 2005-2008 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, hier ab 2006 am Forschungszentrum für Musik und Gender. Habilitation ebenda (2013). 2008–2016 hatte sie die Professur für Kulturgeschichte der Musik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg inne, wo sie 2009–2015 auch Direktorin des Interdisziplinären Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung (ZFG) war. Seit 2016 ist sie Professorin für Historische Musikwissenschaft am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 2019 wurde sie zum korrespondierenden Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Jüngst veröffentlichte sie zwei Studienbücher: Musikgeschichte "Klassik" (Kassel 2022) sowie Musik und Erinnerung (Baden-Baden 2025).
Melanie Unseld, geb. in Karlsruhe, studierte Historische Musikwissenschaft, Germanistik, Philosophie und Angewandte Kulturwissenschaft in Karlsruhe und Hamburg. Promotion ebenda (1999, publiziert: „Man töte dieses Weib!“ Tod und Weiblichkeit in der Musik der Jahrhundertwende, Stuttgart/Weimar 2001). 2002–2004 war sie Stipendiatin des Lise Meitner-Hochschulsonderprogramms, 2005-2008 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, hier ab 2006 am Forschungszentrum für Musik und Gender. Habilitation ebenda (2013). 2008–2016 hatte sie die Professur für Kulturgeschichte der Musik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg inne, wo sie 2009–2015 auch Direktorin des Interdisziplinären Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung (ZFG) war. Seit 2016 ist sie Professorin für Historische Musikwissenschaft am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 2019 wurde sie zum korrespondierenden Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Jüngst veröffentlichte sie zwei Studienbücher: Musikgeschichte "Klassik" (Kassel 2022) sowie Musik und Erinnerung (Baden-Baden 2025).
Termine und Tickets
Aalto Musiktheater
Komponistinnenfestival "her:voice"
Keynote: „Pionierinnen! – Pionierinnen?”
Von Chancen und Schwierigkeiten, ‚Die Erste‘ zu sein
Das Rahmenprogramm wird gefördert von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung